Der Wandel in mir - will ich den?!

panta  rhei - alles fließt........

 

Diese Bilder hat der Atlantik in den Sand im Osten von Fuerteventura gemalt.

Sie bestehen nur eine Ge-Zeit. Das Meer formt den Strand jeden Tag neu - 

gibt ihm immer wieder aufs Neue die Chance,

zu  einem wunderschönen Ausdruck seiner Selbst....... 

 

 

  Ein Mann, der Herrn K. lange nicht gesehen hatte, begrüßte ihn mit den Worten:

"Sie haben sich ja gar nicht verändert".

"Oh!" sagte Herr K. und erbleichte.                  Bertold Brecht "Das Wiedersehen"

 

 

                                              

Veränderung fängt bei mir an. Genauer gesagt: in mir. Niemand hat die Verantwortung, für das, was ich in meinem Inneren erlebe. Ich allein bin der Regisseur und der Akteur - der Auftraggeber und der Ausführende. In mir darf ich Wandel erlauben, damit Veränderung gelingt.

 

Wenn alles fließt, ist alles paletti. Das Leben ist schön.

Veränderung? - Lieber nicht!........?

 

Wenn nun unsere geblockten, unbewussten Emotionen, ins Leben eingreifen, bestimmen sie die Gestaltung und das individuelle Erleben der Realität und sind in der Regel die Ausgangsplattform für Schwierigkeiten im Leben, egal ob physischer oder psychischer Art.

Unsere Gefühlslage liefert dem Bewusst-Sein den Treib-Stoff und gibt die Richtung vor, an der sich unsere subjektive Realität orientiert.

 

Es ist nicht einfach und kratzt meist ordentlich am Selbstbild, sich als Urheber/in  der eigenen Misere zu erkennen.

Es ist nicht einfach, den "schwarzen Peter" zu behalten und ihn nicht demjenigen um die Ohren zu klatschen, durch dessen Worte oder Taten ich mich in "schlechte" Gefühle hineinversetzt sehemit denen ich nicht zurecht komme.

Es ist manchmal nicht leicht, "bei sich" zu bleiben, sich selbst zu vertrauen und den eigenen Weg zu wagen. Zu erkennen und zu fühlen, dass es (meist) eine Wahl-Möglichkeit gibt.

 

Es fordert Jeden heraus, der anfängt,.sich in völlig "neuer" Weise auf sich selbst einzulassen.

Ein Umdenken im Kopf. Ein Erkennen im Herzen. Ein Lächeln in der Seele. Ein Weichwerden der "Struktur". Ein Einlassen auf die eigene Tiefe. Ein Erleben und Erlauben des eigenen Lebensstroms.

 

Was Jeder zudem wirklich mit allen Sinnen verstehen sollte, ist der Umstand, dass Menschen gegenseitig ihre "Felder" bedienen. So erweisen wir unserem Wunsch nach Vervollkommnung einen Liebesdienst: Wer bin ich - Was ist "meins" - Was ist "deins"? Hier wird gegenseitig eingeschenkt: gelobt und herabgesetzt, emporgehoben und fallengelassen, gestärkt und verletzt.

Missverständnisse passieren en masse.

Das ist meist "hart", wenn die eigene Struktur noch hart ist. Wenn ich aber meine Struktur "verfeinere" in der Wahrnehmung klarer werde, dann wird es zunehmend einfacher, zu unterscheiden: was verursache ich, was verursacht mich - und welches Spiel wird gespielt.

Es braucht Bewusstsein und einen starken Willen, wenn ich die Verflechtung in mich umgebende Beziehungssysteme für mich erkennen und lösen will. Wenn ich meinen Stand-Punkt erkennen will. Wenn ich erfahren möchte, wer ich wirklich bin. Um dies zu erkennen, lerne ich bei dieser Arbeit, mich auf meine Gefühlsstruktur - so wie sie gegenwärtig ist - einzulassen. Ich lerne, mir zu vertrauen, statt mich auszubremsen und zu blockieren.

Ich lerne meinen eigenen Energiefluss kennen, ihn zu lokalisieren, zu lenken und mir nutzbar zu machen.

Alle Emotionen streben nach ihrem ureigenen, vegetativen und weichen Ausdruck -, sofern sie nicht durch den selbst erschaffenen "Muskelpanzer" in Verbindung mit unserem Gehirn unter Kontrolle gehalten werden. Ich lerne, mich diesem Prozess des "Weichwerdens" anzuvertrauen. Auf diesem Wege lerne ich ebenso, meine Energie "zu halten" und zielgerichtete Tatkraft buchstäblich in mein Leben fließen zu lassen.

Ist  meinem Organismus das freie plasmatische Strömen möglich, muss ich nicht länger auf Vermeidungstaktiken, Manipulationen, Projektionen  und  Ersatzstrategien zurückgreifen -  muss ich

mich nicht im Konkurrenzdenken einer Scheinwelt verlieren.

Wenn ich meinem eigenen pulsierenden, lebendigen Organismus (wieder) vertrauen kann, erlebe ich Lebensqualität, Fülle und Tiefe, erlebe ich Authentizität, Inspiration und Lebendigkeit - kurz das pure Leben, inmitten all seiner Licht - und Schattenseiten. 

Ich erlebe meinen Nächsten nicht über oder unter mir - sondern in Augenhöhe.

Es gibt nicht "die da oben". Und somit auch niemand "da unten"

Großer Bahnhof der Erkenntnis.

 

Es fließt. In und außerhalb von mir.

Was für eine Möglichkeit.

Was für eine Welt, die möglich ist.

Welch ein Frieden.

 

 

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© Monika Keim - Räume, die sich öffnen